Was am Ende bleibt

 

Jetzt musste ich mir noch etwas Zeit geben um wirklich anzukommen nach dem Tourende. Es ist so viel passiert und am Ende bleibt die Erinnerung an eine Hammerzeit. Es war nicht einmal lange, aber diese paar Gigs und diese paar Fahrten im Bus, diese paar Partys und Insider die sich in der kurzen Zeit aufgebaut haben waren ein Traum. Ich hab zu Beginn der Tour mal geschrieben, dass man sich wieder wie 15 fühlt. Das Ende der Tour ist dann aber auf einmal wie das Ende der Ausbildung und zackboom steht das Arbeitsleben vor der Tür. Haha nettes Bild aber is tatsächlich so. Erstmal wieder reinfinden und alles verdauen.

Was gab es denn zu verdauen. Da gab es Chemnitz wo wir als Support so viel Liebe bekommen haben, dass ich mir gedacht hab geil so muss es sein wenn man die Halle alleine voll bekommt. Danach gab es die Idee in eine Bar in der Innenstadt zu fahren um dort zu quatschen und zu hängen was wir dankend angenommen haben. Auf dem Heimweg hab ich dann noch den süßesten Rottweiler getroffen der von irgendeinem idiotischen Gebrauchtwagenhändler dazu genutzt wurde um Nachts auf seine Schrottkarren aufzupassen.  Aber nachdem ich den bellenden Hund zum Sitzen und ruhig sein gebracht hab, hab ich gemerkt, dass er wohl erst maximal 1.5 Jahre alt sien kann. Ja und darauf kam eine Hundestreichel und gut-zurede-Aktion die mich beinahe die Abfahrt unseres Buses hätte verpassen lassen. Unter den andern is keiner so ein Hundefreund wie ich und so hab ich diese Geschichte freudestrahlend in eher emotionslose Gesichter erzählt. Egal wenn einer von euch weis was ich mein, dann weis er was ich mein.

 

Da gab es Potsdam, wo meine Hundeliebe ihren absoluten Gipfel erreicht hat und ich mir eine Hundewelpin ausgesucht hab bei befreundeten Züchtern und zwar den Vaileebulls. Aber nun wieder zum musikalischen Teil. Potsdam war von Anfang bis zum Ende nice. Der Christoph Neumann hat die Töpfe besucht und wir kannten uns noch von der Roger Tour, bei der er unfassbar nice Fotos von uns gemacht hat. Checkt den Jungen unbedingt aus, denn menschlich, wie auch kreativerweise ist der ein guter Kerl. Ja und Potsdam hatte auf jeden Fall auch richtig Bock auf Rekless und Al Rock. Es war mir ein Fest und nach dem letzten Song ging es zwar direkt ins bett ohne Party oder sonstwas aber fein wars trotzdem.

Und dann gab es auch schon den letzten Gig in Aschaffenburg. Sie leben in bayern aber babbeln hessisch, machen Party wie die verrückten und gehen so traumhaft fresh ab das alles zu spät ist….so sind sie die Aschaffenburger. Es war ein Tourabschluss der seines Gleichen erstmal lange suchen muss und dann doch nur einen nimmt der halb so gut ist wie er selbst….weil sowas gibts kein zweites mal. Das Tourende gscheid feiern wollten wir dann in einem angesagten Club, aber da sind wir wegen mir nicht reingekommen. Tja. Dafür ging es danach in eine feine Bar mit laberei und schlechtem Sound dafür ois gmiatlich und dann , ja dann ging es nachts um vier nach Hause Richtung München. Das hatte uns auch schon Morgens um 8 wieder und nach allem umpacken und herumhieven waren alle Utensilien nebst Töpfen, Rock und Rekless in Taxis auf dem Weg nach Hause.

Und da sitz ich heute noch. Lustig wars in der Arbeit den Kids zu erzählen wie denn der “Urlaub” war.

“Was heisst Tour?”

“Ja also wir waren jeden Tag in einer anderen Stadt und haben Musik gemacht”

“Warum?”

“Weil wir mitfahren  durften als Vorgruppe von einer anderen Band”

“Warum”

“Weil das nice is wenn das Programm länger ist und wir haben die Möglichkeit unseren Sound zu spielen”

“Aha.Spielen wir jetzt UNO”

“Ja Logo”

 

Traum. Stay grounded…always.

Jägermeisterbus ohne Jägermeister

Osnabrück – Nachdem unser Bus einen Kupplungsschaden erlitten hat musste Ersatz her. Glücklicherweise haben wir es gestern bis Osnabrück geschafft und dort hieß es, dass gegen 00:00 Uhr der neue Bus am Start sein wird. Als wir nach der Show, die übrigens sehr angenehm und nice war, haben der Al und ich noch die City Slickers zu deren Auto begleitet weil Crewlove is trulove und so. Wir stehen da also recht abseits von allem und durch die Stadt braust was? Na ein Jägermeister Nightliner….Wir so ok das wird unser neuer sein. Jetzt möchte man meinen der is bestimmt endskomfortabel und voller Schnaps…beides falsch. Das Bett in dem ich versucht hab zu schlafen ist ca genau so lang und breit wie ich selbst, was bedeutet, dass ich mir fast die Schultern einklemme wenn ich auf dem Rücken liege und an herumdrehen ist quasi fast nicht zu denken. “Egal” denkt sich bestimmt jemand, der alktechnische Einschlafhilfe zu Rate ziehen würde. Na dann such mal Jägermeister im Jägermeister Bus…..Nix. Gibts nix….gaaaaaar nix. Für mich is lustig :) Draussen Werbung dran für Hartalk und drinnen gibts Fanta, Sprite, Erdnussflips und Bananen. Die haben wir übrigens selber mitgebracht…ausm Catering. Naja und dann ging es nach einer nicht sehr erholsamen Reiseschlafepisode nach Chemnitz. Nice Location im AJZ und freundliche Leute am Start. Nach Unmengen Kaffee war ich auch halbwegs wach und hab dem Bobo beim Sprayen über die Schulter gekuckt und unfassbar hilfreiche Klugscheisserkommentare gegeben wie

Rek: ” Ja nimm die Orange als Outline”…..”ja ne die sieht Scheisse aus nimm die blau”

Al : “Ich hab doch vorher schon gesagt die blau is geiler”

Rek: “jaja genau sag ich doch die is geiler”

 

Und das alles im Sonnenschein. Frühling du bist gut zu uns.

 

Heute Abend geht es also in Chemnitz zur Sache und diesmal mache ich keine technischen Fehler. Gestern in Osnabrück unfassbarer Alptraum. Wir haben einen Recorder dabei mit dem wir die Shows mitschneiden direkt vom FOH Pult. Beste Qualität und in Osnabrück auch einen Super Haustechniker gehabt, den Klaus. Der hat uns einen so feinen Sound hingezaubert und nach der Show stellt sich raus das die Karte vom Gerät voll war…ich denk ja egal wenigstens ein bisschen…nix…gaaar nichts…die Karte war nach 1 Minute voll weil ich Held testweise den soundcheck mitgeschnitten habe und vergessen hab den zu löschen…eieiei. Naja denk ich mir aber wir haben ja wenigstens Bilder bzw Videos von der Gopro….Nix da. Die Kamera hat uns jetzt wirklich jeden Abend komplett im Stich gelassen. Ein Hinweis an alle die mit dem Gedanken spielen sich eine Gopro Hero 3 zu kaufen….pleez don’t. Das Ding is nur wenn sie funktioniert richtig geil aber sonst ein totaler Alptraum.

Gut jetzt gibt es Kaffee und evtl sogar ein Nutellasemmerl…oder einen KarottenApfelIngwer Drink….Hab grad gesehen wie einer der Veranstalter sich das zubereitet hat und war neidig aufgrund der Vitamine und Ballaststoffe…gotta get my health on..Bis später im AJZ. Mit Aufnahmen und Allem was dazugehört.

Weiter gehts

 

Es ist so nach einem OffDay ist es irgendwie so wie neu anfangen. Also bei mir wars so. Man is so ein bisschen raus aus dem Touralltag und freut sich total auf die Bühne, das Publikum und das rocken. Wenn es dann aber soweit ist kommt bei mir tatsächlich die Frage “Kann ich das denn überhaupt? Waren die ersten geilen Shows nur Glück und jetzt gehts bergab. Und auf einmal ist man wieder voller Adrenalin.

Gestern in Bochum musste ich auch erstmal drei Songs spielen bis ich locker war. Aber die Leute waren eh ein Traum und haben mich da saukrass gepushed. Danke dafür. Bochum war echt ziemlich special weil erstens zum ersten Mal auf der Tour richtig viele Shirts verkauft wurden und zum anderen weil mein kompletter CD Bestand verkauft ist….ähm ja das bedeutet ich muss mir irgendwas überlegen für heute Abend. Evtl mach ich Downloadcodes und verkauf sie zusammen mit dem TShirt oder so. Mal sehen. Jau und ich hab überwältigend viel positives Feedback bekommen was mich extra gefreut hat. Natürlich hat die Kamera mit der ich alles aufnehmen wollte wieder mal bei meiner Show abgeschmiert aber mei dafür hab ich sie dann bei der Freestyle Session mitgenommen…..wo sie zwar dann auch abgeschmiert ist, aber wenigstens sind ein paar Minuten drauf. Ich werde das jetzt mal ein bisschen zusammenschneiden weil wenns sonst zu lang dauert mach ichs eh nie mehr.

 

Heute sind wir in Osnabrück und waren schon Plattenkaufen und der Bobo hat sich mit Cans eingedeckt damits Morgen in Chemnitz wieder an die Wand gehen kann. Also kann gesagt werden: All good in the Hood. Bin gespannt auf heute Abend und was in Osnabrück so geht. Die Cam lass ich trotzdem laufen vielleicht klappts ja heute. Also ziehts was gscheides an, putzt die Sneakers und ab gehts heut Abend im Rosengarten Osnabrück.

Offday,Offday, ich hör nur Offday

 

Der erste Block der Tour ist vorüber. Zeit ein Resümee zu ziehen. Was von Anfang an feststand, war für mich, (keine Ahnung ob die Kommata hier richtig sitzen :) )dass es eine art große Klassenfahrt werden wird mit den Töpfen wiedermal durch die Lande zu ziehen. Roger und ich waren ja letztes Jahr erst zusammen mit Demograffics auf Tour und mit 421 waren wir früher ja auch schon ab und an mit dem Topf unterwegs gewesen.

Für Leute die noch nie auf Tour waren soll kurz erklärt werden was dort passiert. Du wirst als erstes wieder zum Teenager. Deine Tage sind durchgeplant und deine Verantwortung liegt fast ausschließlich auf dem gelingen der abendlichen Show. Alles andere wie leibliches wohl, entertainment und alles was man sonst braucht wird organisiert. ….wie früher. Dieses wohlige “Eingelullt sein” bedingt bei mir immer wieder ein zurückfallen in Jugendzeiten und ich führ mich auf wie mit 15. Der Traum ist, dass dies bei so ziemlich jedem der hier dabei ist ab und an der Fall ist und wenn es nur kurze Jugendminuten sind. Bei mir geht diese Phase eher länger und ich hab im Cajus mein Pendant gefunden. Der momentane Running Gag sind “Englisch Kurse”. Sag du sprichst unfassbar gut englisch und wirst jetzt eine Kostprobe geben weil es einfach unglaublich ist wie gut dieses englisch ist. Dann versuch mit den Worten I, no, but, wait, und yes alles zu sagen was es zu sagen gibt….unfassbarer Schwachsinn aber sehr unterhaltsam. Am besten war die englische Scharade wo der Clou darin lag das gesuchte Wort mit eben diesem Englisch-Stil zu beschreiben…Gewinner  : Wir alle! Bester Spieler: Roger (nicht ich, der andere :) )

Falls also auf der Bühne in den nächsten Tagen jemand von uns anfängt “I” zu sagen und dann eine lange Pause zu machen, so seid auch ihr Teil eines insiders für den man eigentlich ein Humorabi braucht weil das Spassniveau so unglaublich hoch ist, dass es für ungeübte aussieht als wären wir einfach komplette Idioten.

 

Die Shows bisher waren alle sehr eigen aber auch sehr gut. Freiburg war so ziemlich der beste Tourstart den man sich hätte vorstellen können. Ausverkauft und schon beim Support war die Halle komplett voll. Stimung war vom ersten Ton an bei mir, dem Al Rock und dem Publikum Top! Eine Welle der positiven Energie hat sich quasi von Beginn an hochgeschaukelt und sich dann erst wieder nach dem letzten Topfsong gebrochen…alle glücklich. Ich hab zum ersten mal “Das schönste Mädchen” live mit Gitarre gespielt und dachte ich werde hart gehated aber genau das Gegenteil war der Fall. Das hat mich dazu bewogen es auch bei allen anderen Shows zu spielen und bisher wars immer nice.

Zweiter Stop war Karlsruhe. Dort war ich erst im letzten Jahr mit Team Makasi auch als Support vom Topf. Das war gut weil das karlsruher Publikum ist eher zurückhaltend im abgehen, dafür sehr sehr aufmerksam und respektvoll. Als wir mit Team Makasi aufgetreten sind, hatten wir das Gefühl, dass wir den Leuten gar nicht taugen aber am Merchstand haben alle gesagt wie gut sie es fanden und das Karlsruhe eher so smooth ist im Zeigen der Freude. Da wir das wussten haben wir uns auch darauf eingestellt und es war eine wahrlich traumhafte Show mit zwei sehr netten hilfsbereiten Damen die uns Helden mit Getränken versorgt haben weil wir sie backstage vergessen hatten…die Getränke, nicht die Damen. Nach der Show war großes Abgehänge am Merch Stand und wir sind dann im Tross mit paar Karlsruher natives zum caramba gegangen zum Kickern und Billiard spielen. Das Karlsruhe sehr Bikeraffin ist fällt schnell auf…haha…sagen wir so, ich würde hier keinen Tätowierladen alleine aufmachen wollen. In den frühen Morgenstunden hat es uns dann noch in eine Punkkneipe verschlagen und vom Junggesellinenabschied zum Mann im Jeansrock der Scratch the Surface mitgrölt auf der Bühne war dann alles geboten dass man sagen kann: Highlight, jetzt geh ma ins Bett.

Dann war gestern Heidelberg angesagt. In der Location hab ich mich direkt wohlgefühlt weil wir da eh schon ein paarmal gespielt hatten und das Frühstück seeeehr nice war. Ausserdem hab ich Schafkopfen gelernt und bin nun einer der besten Schafkopfer der Welt…falls euch irgendwer erzählt ich würde ständig Trümpfe rauslegen wenn es um Farbe zugeben geht und eigentlich selten Plan hab was genau ich eigentlich machen soll, so ist das eine Lüge und entspricht nicht der Realität..danke. Während dem Frühstück hab ich wieder meine Sheephead skills bewiesen und zwischen vegetarischem Brotaufstrich, Banane und grünem Balisto koide Runden rausgeballert. Die Show war bisher definitiv die schwerste. Wir mussten sehr früh anfangen und als ich rausging auf die Bühne waren wir einfach mal komplett allein da. hinten vor dem FOH standen ein paar ans Geländer gelehnte Damen denen es eigentlich eher unrecht war, dass da jetzt noch nicht der Topf spielt sondern zwei breite Burschen aus dem münchner Osten.

Das hat aber gar nicht mal so lange gedauert. Nach den ersten beiden Tracks haben sich doch mehr nach vorne getraut und auch die Stimmung wurde richtig gut. Spätestens beim Freestyle Part meiner Show war Heidelberg komplett am Start und dabei. Von da ab war es a gmahde Wiesn. Hände waren in der Luft und große Portionen an extraliebe wurden verteilt. Danke dafür. Bei der Blumentopf Freestyle Session haben der Heine und ich auch mal kurz unseren Englischkurs angeführt aber wie gesagt ohne humoristisches Idiotenabi kommt man da nich so schnell mit :) Da geht nix mitm MarioBarthWitzeQuali. Naja und dann ging es nach dieser grandiosen Scharade auf Englisch ins Bett und aufgewacht sind wir in Bochum. Hier genießen wir den Offday und der Rockinger is am malen während ich hier Einträge schreib. Fotos kommen auch noch aber hier is Internet so lahm, dass ich das Morgen nachtragen werde.

Für alle die in Bochum sind sollte gesagt sein: Kommt Morgen in die Zeche und feiert mit uns! Es wird ein Traum!….yes!

 

Equal goes it loose

Hätte der Lübke wohl gesagt wenn er hier auf Tour dabei wäre. Ist er aber nicht.

Wir sind quasi gerade losgefahren haben das Licht in Augsburg bei Nacht und Nebel eingeladen und rollen nun gen Freiburg. Ich dachte es dauert bis man wieder in das Tourfeeling reinkommt aber es geht schneller als man denkt. Betten ausgesucht, Domino wird gespielt….ja aehm und dann gehts für mich schon wieder Richtung Koje. Ich will ja Morgen fit sein. Also Tourleben par excellence. Der Bus rollt, die Burschen sind noch wach, der Rekless pennt, guad Nacht.

See ya in Freiburg

Shirts Shirts Shirts…moment eigentlich nur eins. Ach ja und Video..

Ich wollte eigentlich hier einen großen Eintrag über Shirt Designs, Probleme beim aussuchen, Kontakte mit Grafikern etc schreiben aber ich lass es bleiben. Was am Ende bleibt is folgendes. Ich bin ein verplanter Hund. Punkt aus Ende ist so. Wenn ich nicht Leute in meinem Umfeld hätte die meine Verplantheit ausgleichen mit ihrer Power, ihrem Organisationstalent und ihrer unfassbaren Fähigkeit gute Menschen zu sein.

Wäre da nicht der Dooler, gäbe es keine Fotos von mir und die meisten Videos auch nicht. Ihr müsst euch hierbei vorstellen, dass es nun nicht so ist als würde ich einen Termin ausmachen und sagen “Ja würde es dann nächste Woche passen wenn wir Fotos/Video/Party/Design/Coverartwork machen?”. Es ist ein ” Oh Gott Dooler ich bin endsspät dran ich wollt des jetzt schon fertig haben kann ich heute vorbeikommen und was aufnehmen?”…..Normalerweise müsste man sagen Rekless werd gscheid und vor allem werd erwachsen das geht alles nicht so auf die schnelle. Aber ich hab das Glück und bekomme ein “Ja” als Antwort. Ja und so ist so ziemlich alles entstanden was ich so in den letzten Jahren gemacht habe. Es gibt noch einige Leute, die sich in dieser Situation wiedererkennen werden und auch diese werd ich in den nächsten Posts ein wenig beleuchten damit ihr wisst was alles an Arbeit und Hilfsbereitschaft am Start sein muss damit irgendetwas entstehen kann. So hab ich übrigens auch das Freestyle Video aufgenommen. Dooler an der Cam, der Konta am Licht und der Al Rock am Set.

 

 

Entstanden sind mit genau der gleichen Timeline die neuen Rekless T Shirts. Der unglaubliche Kräftner, der auch schon damals alle unsere Vierzueins Shirts gemacht hat, hat quasi in Sekundenschnelle die Shirts gedruckt und das Design von StartedArt in wunderbarer Ätzfarbe auf und ins Textil geballert. Siebdruck all the Way Baby. Ich werd die Shirts auf der Tour verkaufen und danach auch Vorbestellungen für die zweite Auflage annehmen. Ach ja und so sehen die Shirts aus

Rekless Shirt 2013 (Design: Startedart)

Bald geht es los…

 

Es fühlt sich eben nicht an als wär es gestern gewesen. Die letzte Tour in einem Nightliner is nun schon ne ganze Weile her. Während wir mit Vierzueins im Wohnmobil die Dates abgefahren sind und zu dritt Partys gefeiert haben in unserem Vehikel, ist die Zeit irgendwie in extraschnell vergangen. Nun schreiben wir das Jahr 2012 und es ist wieder soweit. Eine Tour steht ins Haus. Nicht irgendeine. Meine Jungs vom Topf gehen auf den zweiten Teil ihrer “Nieder mit der GBR” Tour.

Ich darf netterweise mitfahren und zusammen mit dem guten alten Al Rockinger die Menge als Support bespassen.

 

So in den nächsten Tagen geht also alles in die Vollen mit Vorbereitungen. Da ich nicht der organisierteste bin, hol ich Shirts, Sticker und Platten erst kurz bevor es losgeht ab :) Manche Dinge ändern sich nie.

Ich freu mich auf Freitag, da startet alles in Freiburg. Tickets könnt ihr euch hier sichern. Ich halte euch auf dem Laufenden und da Facebook streikt gibt es das angekündigte Schmankerl erst Morgen. Bis denn

Wiederbelebung die Zweite

Jetzt hab ich ihn wieder entdeckt den Reiz des eigenen Blogs. Viele Sachen sind einfach zu schade um sie in einem kurzen Satz auf Facebook zu posten und manche sind einfach zu doof um sie allen zu zeigen :)

Deshalb suche ich wieder mal die gemütliche Umgebung des Blogs auf um ein wenig Tourtagebuch zu führen. Wie die meisten wohl wissen, sind die beiden Rogers gerade auf 4S Punks Tour. Der Roger vom Topf und der Roger vom Rekless machen eine Woche lang Clubs und Musikanlagen unsicher und dazwischen entstehen so großartige Tourerlebnisse die man nur dann nachvollziehen kann wenn man selbst mal auf Tour war oder einfach einen Hang zum grenzdebilen Blödsinn hat :)
Ich hab das Glück beides vorweisen zu können.

So und nun ein paar Bilder die in keinster Weise auch nur einen Hauch davon wiederspiegeln…gottseidank :)

 

Soundcheck in Hamburg da hat die Maschiene auch kurz vorbeigelurt was mich sehr gefreut hat. Es war echt ein recht entspannter Tourstart.

Dann ging es direkt weiter nach Berlin wo die Demograffics steady Show besprechen und kleine Feinheiten ausarbeiten

Und was machen wir? Doof rumlaufen :) Aber das können wir ziemlich gut.

So weniger ist mehr und wir sind heute in Köln…mal sehen was da passiert.

 

Erster Tag in Erbil

Heute ist er zu Ende gegangen unser erster Tag in Erbil. Wir, dass sind der Philipp und ich. Der Philipp ist eigentlich auch Makasianer und hat die Band van Beginn an begleitet. Seines Zeichens Fotograf hat er auch alle Bilder von Rekless und Makasi gemacht.

Hier im Nordirak sind wir beide als Team unterwegs wobei ich die Workshops leite und er alles dokumentiert. Es gibt also zum ersten Mal seit langem eine komplette Dokumentation des ganzen Ablaufs unserer Workshops. “Wie ist denn das wenn man im Nordirak unterwegs ist?” werden sich viele  Fragen und wahrscheinlich schon ein Bild vor ihrem inneren Auge haben. Kurz gesagt : Es ist schön. Im Dezember 2011 hatte ich das Glück und die Ehre mit meiner Band nach Erbil, Suleimaniya und Amman zu fliegen um Konzerte zu spielen und Workshops zu geben. Zusammen mit den Jungs war es eine unfassbar schöne Zeit und die Konzerte, wie auch die Workshops waren super gelaufen. Vor diesem Hintergrund wurde ich nun nochmals in den Nordirak (oder Kurdistan) eingeladen um Kreativworkshops zu geben und hab mich schon im Vorfeld darauf gefreut.

Nach einem harten, aber wunderbaren Wochenende mit meiner Band am Beatpark Festival in Hemer flogen Philipp und ich also gen Osten um dort zu “Arbeitskaufen”, in englisch: Workshoppen.

Ich war ehrlich ziemlich aufgeregt da ich nicht wusste was genau uns erwarten wird. Was werden die Kids für ein Sprachniveau haben? Können wir das was ich mir vorgestellt habe in der gegebenen Zeit umsetzen? Fragen über Fragen.

Als es heute Morgen so weit war und die 12 Kids zwischen 13 und 16 Jahren die Räume des Goethe Instituts betraten legte sich meine Angst und wir fingen ziemlich schnell an in die Gänge zu kommen. Ein kleines Referat meinerseits brachte die Kids in Kontakt mit der Geschichte der Hip Hop Kultur und auch die Geschichte von deutschsprachigem Rap wurde erörtert. Danach haben wir mit ein paar Rhythmus Übungen versucht das Taktverständnis zu schulen. Dies gelang trotz Sprachbarriere sehr gut und die Kids stampften und klatschten im Takt was das Zeug hielt.

 

Auch erste Gehversuche in Sachen Texteschreiben wurden gemacht und die Kids konnten ihre ersten vier Zeilen auf Deutsch in eine Form bringen die auch “rapbar” war. Zwischendrin haben wir kleine Freestyle Sessions gemacht um alles etwas aufzulockern was sehr gut ankam. Nun ist es doch schon wieder halb elf und Philipp und ich sitzen in unserem Hotelzimmer um den morgigen Tag vorzubereiten und zeitgleich den heutigen zu dokumentieren. So wird geschnitten und ge-overdubbed, gebastelt und geschraubt während draussen immer noch gemütliche 33 Grad herrschen.

 

Und Morgen Vormittag geht es weiter mit der nächsten Runde: Rap in Kurdistan!

Was macht man eigentlich wenn man nichts mehr machen will?

Das Leben spielt manchmal ein recht witziges Spiel. Es bietet Möglichkeiten die man nicht ergreifen möchte, es aber aus Mangel an Alternativen trotzdem tut. Manchmal bereut man die Entscheidung und manchmal war es die beste ever.

Ich wollte nie Sozialpädagoge werden sondern eher in die Wissenschaft oder in das weite Feld der Psychologie. Tja und was mach ich jetzt? Mucke und Sozialpädagogik. Das kennt wohl jeder. Das Leben ist wie Uno spielen, weil du einfach mit den Karten spielen musst die du auf der Hand hast. Das Leben ist kein Pokern weil es nicht um Geld geht und Uno passt auch besser weil es witziger ist. Das Leben ist auch kein Schafkopfen, da das Leben nicht durch und durch bayrisch ist….auch wenn das natürlich manchmal wünschenswert wäre.

Was aber passiert wenn man eben nicht mehr mag. Man kann ja nicht aussteigen und sagen …”Ja ich geh jetzt mal raus und spiel nachher weiter”…Oder geht es doch? Kann man wenn man keinen Bock mehr auf Lebens-Uno hat eine Auszeit nehmen? Natürlich. Denn letztendlich ist aufgeschoben nicht aufgehoben. Wenn es gerade nicht weitergeht und man keine Kraft hat den Weg weiterzugehen, bzw das Blatt zu spielen, das auf der Hand liegt, dann ist es tatsächlich Zeit für eine Auszeit. Eine kurze Pinkelpause oder eine kleine Brotzeit (womit wir wieder bei der bavarisierung des Lebens an sich wären) macht den weiteren Weg leichter.

Deshalb sollte man die Momente in denen es im Leben grad nicht weitergeht manchmal als Zeit für eine Pause nutzen. Manchmal ist dies aber genau der falsche weg und alles zeiht an einem vorbei während man sich nichts zutraut….mmhh was is hier denn eigentlich gerade passiert? Ich wollte eigentlich nur einen kurzen Eintrag darüber schreiben, dass ich im Moment keinen Bock hab auf nichts und dann wird daraus ein halbesoterischer-Lebensweisheits-Blogeintrag. Eieiei. Und am Ende merkt man, dass es so einfach nicht ist. Was bleibt hängen?

Das Leben is wie Uno spielen..

auf gehts : Gib Karten!